Die Turmzimmer-Bude im Neukloster

Im Spätsommer 1954 mussten unsere Bundesbrüder die liebevoll eingerichtete Bude, im südlichen Neuklostertrakt, aufgeben. Unvergessen blieben hier der prachtvolle schmiedeeiserne Luster (welcher von Bbr. Pascha selbst gefertigt wurde und heute noch auf unserer Bude hängt) oder das Verbindungswappen, dass über drei m² die Wand schmückt (entworfen und gemalt von Bbr. Loki).

Dan­kens­wer­ter­wei­se blieben wir nicht „Obdachlos“, denn die K.Ö.St.V Babenberg Wiener Neustadt stellte ihre Bude interimsmäßig zur Verfügung. Dieser Schritt führte zu einer sehr engen Verbrüderung mit gemeinsamen Veranstaltungen. Diese enge Verbindung besteht auch heute noch.

Während dieser Zeit verhandelten unsere Bundesbrüder beharrlich mit dem Stift Neukloster, welches gegen Ende des 9. Wintersemester 1954 ein erfolgreiches Ende nahm.

…. ein alter Wehrturm der Stadtmauer Wr. Neustadt`s, eingebaut in das Neuklostermassiv, gegenüber unserer Alten Bude, sollte unser werden.

Aus den Annalen unserer Verbindung

Mit jugendlichem Optimismus stimmte man dem Angebot sofort zu und mit Tatendrang und Ungestüm wurde Schutt weggeschaufelt, Gerümpel weggeschleppt, per Hand ein Fenster in die mächtige Mauer gearbeitet, darüber eine Zwischendecke aus Stahlbetonträgern eingezogen, schließlich der herrliche Luster montiert. Viele Bundesbrüder halfen nicht nur mit Muskelkraft. Bundesbruder Faust leitete die Umbauarbeiten, Bbr. Horand spendete den Fußboden und Bbr. Cicero montierte die Wandholzverkleidung. Ein Cartellbruder der K.Ö.St.V Babenberg verlegte unentgeltlich das Licht und baute ebenfalls einen Zierkamin auf und das Stift hat den Verputz des Gewölbes übernommen.

…Möchte die Generation nach diesen Semestern nur halb so viel Idealismus der Verbindung entgegenbringen wie die Aktivitas dieser Zeit, so wäre eine Sorge für die Zukunft wohl überflüssig.

Aus den Annalen unserer Verbindung

Mitte April 1956 wurde die Bude fertiggestellt und zu den Neostadentagen im April 1956 feierlich eingeweiht.

Ein Traum wurde Wirklichkeit, Neostadia hatte ihre erste richtige Bude!