Auf der Suche nach Unterstützung

Die CVV im Jahr 1952 rückte immer näher und somit auch der wichtigste Punkt im zweiten Semester unserer Verbindung. Die Aufnahme in den CV., wenigstens als befreundete Verbindung, zu erreichen.

Zu Beginn des Semesters hatte man noch einen Mangel an Alten Herren. Die CVV nahte mit großen Schritten und so bemühte man sich sehr, durch Gesinnung von Alten Herren, die nötige Unterlage für ein Gesuch um Aufnahme als befreundete Verbindung in den CV zu schaffen.

Durch die hervorragende Arbeit von Bundesbruder Tassilo gelang es, ein Aufnahmegesuch beim WCV am 29. April 1951 abzugeben. Hatte man doch einige CV-Philister dazu bewegen können, neben dem damaligen Vorsitzenden des CV-Philisterzirkels, um ihre Aufnahme bei Neostadia anzusuchen. Bundesbruder Wulfila wurde vom BC zum provisorischen Altherrensenior gewählt.

Um bis zur C.V.V. Nicht untätig sein zu müssen, veranstaltete man am.2. Mai 1951 im Cafe Bank, Bahngasse, ein Frühlings-Kränzchen, das einen glänzenden Verlauf nahm und das bewies, daß Neostadia in Wr. Neustadt bereits ein Begriff war, und schon einen ziemlich großen Bekanntenkreis aufzuweisen hatte.

Annalen der K.Ö.H.V Neostadia


70 Jahre Neostadia

„Am 21. April 1950 trafen sich daselbst die Beiden Gründer und unterzeichneten – über sich den strahlend blauen Himmel, umgeben von blühendem Flieder – um 12 Uhr mittags das Gründungsprotokoll. Mit diesem Tage war das lang erträumte Wirklichkeit geworden, es begann der innere Aufbau und das Ringen um die äußere Anerkennung der Verbindung“

Annalen der K.Ö.H.V Neostadia

Vor 70 Jahren, während einer Zugfahrt nach Wien, hatten unsere beiden Gründer plötzlich folgende Eingebung

  • TREUE
  • WAHRHEIT
  • LIEBE

Diese Begriffe sollten als Symbolträger der Verbindungfarben dienen

BLAU – GOLD – ROT

Der latinisierte alte Wahlspruch Wiener Neustadt´s „SEMPER FIDELIS“ sollte zum Wahlspruch der Verbindung werden.
Im gleichen Sommer, bei der Ausgestaltung im Neuklostergarten, erläuterte ein Kraßfux seine Bedenken über den gewählten Wahlspruch und auch der damalige Fuxmajor Theoderich schloss sich diesem Gedankengang an.

… „plötzlich kam ihm das Wort, den Sieg der Wahrheit auf „Neostadia’s“ Banner zu schreiben, über die Lippen. Damit war der neue Wahlspruch „Vincit Veritas“ geboren und vom Congründer Alarich widerspruchslos angenommen.

Annalen der K.Ö.H.V Neostadia

Die Turmzimmer-Bude im Neukloster

Im Spätsommer 1954 mussten unsere Bundesbrüder die liebevoll eingerichtete Bude, im südlichen Neuklostertrakt, aufgeben. Unvergessen blieben hier der prachtvolle schmiedeeiserne Luster (welcher von Bbr. Pascha selbst gefertigt wurde und heute noch auf unserer Bude hängt) oder das Verbindungswappen, dass über drei m² die Wand schmückt (entworfen und gemalt von Bbr. Loki).

Dan­kens­wer­ter­wei­se blieben wir nicht „Obdachlos“, denn die K.Ö.St.V Babenberg Wiener Neustadt stellte ihre Bude interimsmäßig zur Verfügung. Dieser Schritt führte zu einer sehr engen Verbrüderung mit gemeinsamen Veranstaltungen. Diese enge Verbindung besteht auch heute noch.

Während dieser Zeit verhandelten unsere Bundesbrüder beharrlich mit dem Stift Neukloster, welches gegen Ende des 9. Wintersemester 1954 ein erfolgreiches Ende nahm.

…. ein alter Wehrturm der Stadtmauer Wr. Neustadt`s, eingebaut in das Neuklostermassiv, gegenüber unserer Alten Bude, sollte unser werden.

Aus den Annalen unserer Verbindung

Mit jugendlichem Optimismus stimmte man dem Angebot sofort zu und mit Tatendrang und Ungestüm wurde Schutt weggeschaufelt, Gerümpel weggeschleppt, per Hand ein Fenster in die mächtige Mauer gearbeitet, darüber eine Zwischendecke aus Stahlbetonträgern eingezogen, schließlich der herrliche Luster montiert. Viele Bundesbrüder halfen nicht nur mit Muskelkraft. Bundesbruder Faust leitete die Umbauarbeiten, Bbr. Horand spendete den Fußboden und Bbr. Cicero montierte die Wandholzverkleidung. Ein Cartellbruder der K.Ö.St.V Babenberg verlegte unentgeltlich das Licht und baute ebenfalls einen Zierkamin auf und das Stift hat den Verputz des Gewölbes übernommen.

…Möchte die Generation nach diesen Semestern nur halb so viel Idealismus der Verbindung entgegenbringen wie die Aktivitas dieser Zeit, so wäre eine Sorge für die Zukunft wohl überflüssig.

Aus den Annalen unserer Verbindung

Mitte April 1956 wurde die Bude fertiggestellt und zu den Neostadentagen im April 1956 feierlich eingeweiht.

Ein Traum wurde Wirklichkeit, Neostadia hatte ihre erste richtige Bude!

K.Ö.H.V Neostadia Annalen

Angelegt wurde das gebundene Buch im dritten Couleursemester, genauer gesagt im Jänner 1951, unserer Neostadia von unserem Gründer Alarich (der in dieser Zeit ebenfalls Archivar war) unter der Mithilfe vom Cogründer Theoderich und Beirat des damaligen Seniors Tasillo.
Angefangen mit der Vorgeschichte zur Gründung bis zu diversen Budenumbauten sind hier geschichtlich niedergeschrieben.

Alarich führte das Buch bis in das 22 Couleursemester und übergab es anschließend an Bundesbruder Salomon.

Couleurname: Dr. cer. AlarichGründer unserer Neostadia und Mitglied e.v. K.Ö.St.V. Babenberg-Wiener Neustadt und bekleidete folgende Chargen und Ämter

– 6 x Kassier
– 2 x Senior
– 1 x Schriftführer
– 1 x Consenior
– 12 x Heimwart

Couleurname: Theoderich Gründer unserer Neostadia und Mitglied e.v. K.Ö.St.V. Babenberg-Wiener Neustadt und bekleidete folgende Chargen und Ämter

– 1 x Kassier
– 3 x Fuchsmajor
– 2 x Senior
– 1 x Philistersenior

Couleurname: Tassilo Gründungsfux und bekleidete folgende Chargen und Ämter

– 1 x Schriftführer
– 2 x Senior
– 1 x Fuchsmajor
– 2 x Philisterconsenior

Titelbild des Buches K.Ö.H.V Neostadia Annalen