Entstehungsgeschichte

1950

Die ,,Katholische Österreichische Hochschulverbindung NEOSTADIA“ wurde am 21. April des Jahres 1950 von den beiden Neustädter Jus-Studenten Alfred Richter und Walter Wultsch – vorerst als Ferialverbindung gegründet.

Ihren Sitz hatte die Verbindung im Pfarrhof der Vorstadtkirche ,,St. Leopold“, der erste Wahlspruch der Verbindung lautete ,,semper fidelis“ (,,Immer getreu“) der allerdings schon recht bald in ,,Vincit Veritas“ (,,Die Wahrheit siegt“) umgewandelt wurde.

Die Farben der Verbindung waren in den Anfängen blau – gold – rot; weil aber e.v. Pannonia zu Wien die selben Farben trug, einigte man sich schließlich darauf, daß Neostadia das rot – gold – blaue Burschenband tragen sollte.

Am 14. Juli 1950 schließlich, also wenige Monate nach der Gründung, wurde die Verbindung polizeilich angemeldet und tat damit ihren ersten Schritt in die Öffentlichkeit.

Der feierliche Gründungskommers wurde am 4. November 1950 geschlagen, aus dessen Anlaß Neostadia auch von einer Ferialis in eine ganzjährige Verbindung umgewandelt wurde. Das erste wirklich öffentliche Auftreten der jungen Verbindung findet dann tags darauf statt, als von einigen Bundesbrüdern ,,Der Tor und der Tod“ von Hugo v Hoffmannsthal zur Aufführung gebracht wird.

1951

Das Jahr 1951 bringt für Neostadia zunächst zwei schicksalhafte Tage bei der CVV am 16. und 17. Juni d. J. in Salzburg wird das Ansuchen unserer Verbindung um Aufnahme in den CV als befreundete Verbindung abgelehnt. Dafür übernimmt wenigstens e.v. KÖHV AMELUNGIA zu Wien im selben Monat noch die Patronanz über die junge Neustädter Verbindung (Achtung. Amelungia ist somit nicht unsere ,,Mutterverbindung“, sondern unsere Patronanzverbindung!!!).

Aber schon am 28. Oktober 1951 hat Neostadia wieder Grund zum Feiern, kann doch die neue Bude im Piushaus des Neukloster (das heutige Bildungshaus) bezogen werden. Hier entsteht auch erstmals eine Budenordnung und die fallweise erscheinende Verbindungszeitschrift ,,Vincit Veritas“ wird ins Leben gerufen.

Am 3. November 1951 wird das erste Stiftungsfest gefeiert, zu dem sogar schon einige Gastchargierte begrüßt werden konnten (Achtung: Mit dem jährlichen Stiftungsfest im November feiern wir also den jeweiligen Jahrestag des Gründungskommerses, und nicht die Gründung der Verbindung, die ja im April erfolgte!!!).

1952

Das Jahr 1952 bringt wieder einen entscheidenden Umschwung in unserer Verbindungsgeschichte. Auf der CVV in Wien (21. bis 25 Mai) wird Neostadia zur CV – befreundeten Verbindung erklärt. Beim darauffolgenden Stiftungsfest der Amelungia verleiht Neostadia dieser das Band.

1953

Der erste Neostadentag und die erste Landesvaterkneipe finden am 19. April 1953 statt, in deren Rahmen auch dem um die Anliegen der Verbindung stets bemühten Probst Uhl das Band verliehen wird.

1954

In diesem Jahr wird Neostadia als freie Vereinigung in den CV aufgenommen Dennoch stellt sich auf lokaler Ebene ein neues Problem: die Bude im Neukloster muß geräumt werden, weil das Exerzitienhaus (als heutiges Bildungshaus) neu erbaut wird. Die befreundete MKV-Verbindung KÖStV Babenberg stellt jedoch ihre Bude leihweise zur Verfügung und schon bald kann Neostadia wieder ins Neukloster zurückkehren: der obere Teil der alten Bude (das sogenannte ,,Turmzimmer“) wird ausgegraben

1956

Am Neostadentag 1956 wird diese Bude feierlich eingeweiht. Im November dieses Jahres erfolgt die Gründung eines eigenen Altherrenvorstandes und die erste Philistrierung eines Neostaden wird gefeiert. Der Mietvertrag mit dem Neukloster wird erneuert.

1958

In diesem Jahr wird Neostadia endlich als vollberechtigtes Mitglied in den CV aufgenommen. Am 21. Juni 1958 wird das entsprechende Publikationsfest gefeiert. Bei der Festmesse in der St. Georgs- Kathedrale wird unsere Standarte geweiht.

1960

Die CVV beschließt, daß auch Militärakademiker und Absolventen der Pädagogischen Akademien in den CV aufgenommen werden Können. In Wiener Neustadt wird im selben Jahr daher e.v. ÖkaV Theresiana gegründet, die bereits im Jahre 1962 die Vollberechtigung im CV erhält.

1963

Im Jahre 1963 wird in den großen Kneipraum der alten Bude durchgebrochen, in dem am 18. Mai die erste Kneipe stattfindet. Am 30. November dieses Jahres erhält Neostadia anläßlich eines Kommerses das Band e.v. Amelungia.

1966

Ein weiterer Markstein in der Geschichte unserer Verbindung ist das Jahr 1966. Sowohl Neostadia, als auch Theresiana gehörten bis dahin dem WCV (Wiener Cartellverband) an. Aufgrund der Anerkennung der Militärakademie in Wiener Neustadt als eine einer Hochschule gleichzusetzende Akademie, kann aber nunmehr ein eigener Ortsverband geschaffen werden, was eben 1966 in der Gründung namentlich des ,,Neustädter Cartellverbandes“ NCV) auch geschieht (Achtung: NCV heißt ,,Neustädter Cartellverband“ ,und nicht ,,Niederösterreichischer Cartellverband“!).

1975

Nach einigen Jahren der Schwierigkeiten bezüglich der personellen Stärke unserer Verbindung und in Hinblick auf die Nachwuchsfrage faßt Neostadia schließlich im 25. Jahre ihres Bestehens einen bedeutenden Entschluß.

Nachdem, wie bereits erwähnt, seit 1960 auch Studierende an Pädagogischen Akademien in den CV aufgenommen werden können wird auf Initiative einiger in Baden studierender MKV’er unser AH Dipl. Ing. Josef Burgstaller v/o Sokrates vom BC beauftragt, die Gründung einer Tochterverbindung in Baden einzuleiten.

Die Gründung ist gelungen, und so trägt unsere Tochterverbindung, e.v. KÖStV Veritas Baden, seit 1975 die Farben blau-gold-schwarz und führt den Wahlspruch ,,Stets der Wahrheit treu“. Die Konstituierung der Veritas erfolgte am 4. November 1975.

Seit Mai 1991 gehört die Veritas Baden auch dem NCV an!

1995

Die vorläufig letzte große Wende in der Geschichte unserer Verbindung stellt das Jahr 1995 dar. Aufgrund der steigenden Mitgliederzahl, einer erfreulichen Aufwärtsbewegung in der Gewinnung neuer Mitglieder und aufgrund der räumlichen Beengtheit bei nahezu allen Veranstaltungen, wurde der Beschluß gefaßt, die seit 1963 in dieser Form bestehende alte Bude aufzugeben und eine neue Bleibe zu suchen. Nicht zuletzt aufgrund der unermüdlichen Bemühungen und Verhandlungen mit dem Stift Heiligenkreuz gelingt es vor allem zwei Bundesbrüdern, nämlich AH Architekt Dipl. Ing. Anton Presoly v/o Mephisto und Dipl. Ing. Manfred Korzil v/o Michelangelo, die ehemaligen Rebanlagen des Neuklosters für unsere Zwecke zu erkämpfen. Mit beachtlichem Aufwand wurden diese Räumlichkeiten in den letzen Jahren unter der tatkräftigen Mithilfe einiger Bundesbrüder generalsaniert und zu einer wahrlich ansehnlichen neuen Bude umgestaltet. Beim 45. Stiftungsfest am 6. November 1995 wurde die neue Bude feierlich eingeweiht.

2011

Gründung der KAV Sanctottensis

2014

Aufname der KAV Sanctottensis als vollwertiges Mitgliedin den ÖCV